Donnerstag, 8. September 2016

Immer noch

Wie soll man in diesem Hamsterrad mit dem Meisterwerk weiterkommen? Der große Frank Schulz hat schließlich unvorstellbare Mühe auf sich genommen, um sein neues Buch fertigzustellen. Da ist es meine gottverdammte Pflicht als Leser und Groupie, es rechtzeitig zu lesen! Das Wochenende ist meine Medaillenhoffnung. 
Zu meiner Rechtfertigung kann ich nur vorbringen, dass wenig des gestrigen Tages mit Selbstbestimmung zu tun hatte: Frondienst, Küche und am Abend noch Assistenz bei den Französischaufgaben der Tochter. Wobei Assistieren etwas untertreibt. Genau genommen habe ich den Text geschrieben. Der töchterliche Anteil bestand darin, mir darzulegen, dass meine französische Inhaltsangabe des (deutschen!) Textes nicht ausreichend lang sei. Inhaltsangaben haben aus mindestens einem Drittel des Originals zu bestehen. In der Schule lernt man auch nichts fürs Leben! Wenn ein Text redundant ist, kann man ihn auch auf das passende Maß eindampfen, finde ich. Erschwerend kam hinzu, dass ich einen deutschen Artikel über Prostitution in Skandinavien für den Französischunterricht mäßig adäquat fand, und mein Engagement auch deswegen zu wünschen übrig ließ. Anders die Tochter. Sie wundert sich selbst über ihre Motivation zum Beginn des Schuljahres. Mein Erklärungsversuch, es liege vielleicht daran, dass es ihr letztes Schuljahr sei, wurde abgeschmettert. Ihre Mitschüler seien üblich demotiviert. Sie führt es auf die neue App zurück, die sie geladen hat. Sie enthält gleichzeitig Stundenplan und zu erledigende Aufgaben. Ich glaube nicht, dass mich so etwas früher angetrieben hätte. Aber was verstehe ich schon von Motivation? Zumal der der digital natives. 
So bleibt das Highlight des gestrigen Tages eine Bugwelle auf der 61er Fähre kurz vor den Landungsbrücken. Sie erwischte den vorderen Bereich - mit leichten Auswirkungen auf den hinteren - der Hose eines radelnden Landeis. Niemandem würde der junge Mann begreiflich machen können, dass er nicht zur Inkontinenz neige. Modesünden bestraft der Herr sofort. Und mit Recht. Khakishorts gehören geahndet. Vor allem, wenn sie in Kombination mit türkisem Poloshirt getragen werden.

Kommentare:

  1. OMG. Auch ich habe Khakishorts. Muss ich mir Sorgen machen?

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  2. Nein, die trägst Du doch ohnehin nur auf Gran Canaria (c;

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