Anders als gestern, als mit anständigem Gewitter lediglich die gelbe Fahne (Baden mit Vorsicht) wehte, ist heute rot geflaggt (Baden verboten). Wahrscheinlich weil bei anderthalb Meter hohen Wellen und auflandigem Wind der blanke Hans sonst die Besten unter uns holt. Oder, weil das weit in den Strand hineinragende Wasser alle hundert Meter eine Qualle aufs Land spült. Eine von ihnen reicht schließlich, um über die gesamten drei Kilometer Strand einen Tsunami der Hysterie zu verbreiten. Heute wäre das Meer genau nach meinem Geschmack gewesen. Doch ich lege mich lieber nicht mit den Baywatch-Menschen (in vernünftigem Ölzeug, bei höchstens 25 Grad) an, sie scheinen mir zu verwandt mit der Guardia Civil. Wahrscheinlich haben sie neben der Trillerpfeife auch eine Wumme - und stellen Fragen lieber nach dem Schießen als vorher.
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