Gestern konnte ich feststellen, es muss nicht unbedingt Südeuropa sein, um im Winter schon den Frühling zu erleben. Deutlich weniger Kilometer Abstand zum grau-weißen Norden tun es auch. Auf der Zugfahrt ins Bergische konnte ich sehen, wie direkt an der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen plötzlich die Schneefelder grünen Hügeln wichen und wie sich der Himmel von einheitlichem Grau in ein leicht bewölktes Blau verwandelte. Bei der Ankunft durfte ich mich zusätzlich darüber wundern, dass Wintermäntel - nicht zu reden von Schals, Mützen oder Handschuhen - vollständig überflüssig sind. Kein Wunder, wenn draußen zweistellige Temperaturen über null (Ach, die gibt’s auch noch?) herrschen. Die Vögel zwitscherten mit Macht. Schneeglöckchen und Krokusse - oder Krokanten wie wir Profis sagen - schossen beim Zusehen bunt aus den Wiesen. Um 18 Uhr ist es noch nicht richtig dunkel. Fürs Urlaubsgefühl fehlte im Grunde nur das Meer, ansonsten mutet es wie Spanien an. Wenn die Menschen hier nicht so komisch sprächen.
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