Für mich hat das große Werk nur einen Nachteil: es spielt "too close to home". Im West-Berlin der späten Achtziger. Und zu allem Überfluss auch noch sehr häufig in der Lieblingsdisco des Gatten. Die Beschreibung ist authentisch. Besonders gefällt mir die Aussage, im Linientreu seien immer nur die gleichen zwanzig Lieder gespielt worden. Kurz vor dem Einschlafen gelesen hatte das Buch blöderweise den Effekt, dass ich gegen 2 Uhr nachts - glücklicherweise! - aus einem Albtraum erwachte. In diesem trachtete mir der weibliche Teil der Schwiegerfamilie nach dem Leben, da ich diejenige bin, die alles zerstört hat (nicht etwa ihr Supersohn/-bruder). Besonders seine Schwester mit der Schere bekam ich lange nicht aus dem Kopf. Irgendwann im Laufe der Nacht zum Glück schon. Mein Verstand sagte mir, dass die feindliche Stimmung zwar der Realität entspreche, so viel Aktivität von dieser Seite jedoch nicht zu erwarten sei. Trägheit als Überlebenschance. The story of my life.

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